Stylish bis in die Spitze(n)

DIP-DYE-HOCHZEITSKLEID: VOM KLASSISCHEN WEISS ZUM KNALLIGEN SAUM


Trends kommen und gehen. Nicht alle bleiben. Doch einige entwickeln sich weiter. Und springen etwa mit Anlauf ganz gezielt von den Haaren auf das Hochzeitskleid über. Und sogar auf das Kuchenbüffet. Es geht um Farbe. Jede Menge Farbe. Kräftig und bunt oder auch dezent und verträumt: Dip-Dye heißt der Trend, bei dem nicht nur Haarspitzen durch Eintauchen gefärbt werden. So können Braut und Büffet bei der Hochzeit über das klassische Weiß hinaus strahlen.

Frauen laufen schon eine Weile nicht mehr zum Friseur, um den Ansatz zu kaschieren. Sondern, um ihn zu betonen. Provokant? Nein, natürlich: Mittlerweile dürfte der Haar-Trend Ombré-Hair auch für die Männerwelt ein Begriff sein. Dabei werden die Haarspitzen gefärbt, der Rest der Pracht bleibt (meist) in der Naturfarbe. So entstehen wunderbare Farbverläufe, die auffallen, aber nicht ins Auge stechen. Ganz natürlich soll es aussehen. Ähnlich und doch ein bisschen anders – und vor allem aktueller – ist das Dip-Dye-Hair. Hier werden die Haarspitzen bunt gefärbt. Erlaubt ist alles: vom Kristallblau bis hin zum warmen Purpurton. Die Promis haben es vorgemacht und mit Begeisterung wurde der mutige Look aufgenommen. Doch Dip-Dye kann noch mehr.

EIN TAUCHEN UND FÄRBEN

„dip-dye“ kommt aus dem Englischen und bedeutet, „Wassertauchdruck“ – oder etwa „etwas durch Eintauchen färben“. Soviel zur Theorie. In der Praxis sieht das Ganze etwas spektakulärer und um einiges eleganter aus, als es klingt. Davon kann man sich nicht nur bei der Haarpracht überzeugen, sondern neuerdings auch bei der Brautmode. Gibt man den Hashtag #dipdyeweddingdress mal bei Instagram ein, springen ganz besondere Hochzeitskleider ins Auge. Solche, die ein bisschen weniger klassisch sind, und für die es gewiss ein wenig Mut zum Tragen bedarf. Beim modischen Dip-Dye-Look sind die hellen, meist weiß- oder cremefarbigen Kleider am unteren Saum eingefärbt. Ob ein- oder mehrfarbig, das ist dem individuellen Geschmack überlassen. Genauso, ob der Übergang in den oberen Teil des Kleides fließend und zart oder blockartig und markant sein soll. Das Hochzeitskleid von Gwen Stefani etwa war unten auffällig pink. Romantischer wirken tiefrote oder lila Farbverläufe. Ein helles Blau oder dezentes Grün wirkt mystisch und erdige Töne am Kleidersaum gar märchenhaft. Elegant sind sie alle.

„DIP AND DYE “ ÜBERALL
Wem das aufgepeppte Kleid zu wild ist, der kann die Haarspitzen färben. Und wem auch das für den Hochzeitstag – sowie auch für den Alltag – zu gewagt ist, bringt Dip-Dye und Ombré einfach aufs Büffet. Denn Farbverläufe lassen sich auch wunderbar auf Torten und Cupcakes zaubern. Diese Kunstwerke sehen dann vermutlich so gut aus, dass die Gäste direkt losstürmen und zuschlagen. Also bitte vorher die Büffet-Fotos für Hochzeits- Album machen. Und übrigens: Auch bei der Dekoration kann man das trendige Farbenspiel natürlich aufgreifen. Es herrscht Dip-Dye und Ombré überall und selbst an der Hochzeit kann man alles in Farbe tauchen. Beziehungsweise vom Profi tauchen lassen. Farbige Experimente und ihre verheerenden Folgen bei teuren Stoffen und dem geliebten Haar könnten vernichtende Folgen für den schönsten Tag im Leben haben. Und das möchte keiner.

Man sagt, dass Frauen sich die Haare färben oder abschneiden, wenn sich etwas in ihrem Leben verändert. Warum also nicht mal beim Hochzeitskleid Farbe bekennen – denn schließlich markiert der Tag der Hochzeit ein einmaliges Ereignis im Leben und den Start in eine Zukunft zu zweit. Und die soll doch ebenso prächtig, bunt und fröhlich sein, wie die Farben beim Dip-Dye!