AFTER WEDDING SHOOTING… im grünen Herzen Afrikas

2010 haben Simone und Bernhard standesamtlich geheiratet, 2012 kirchlich. Beide Tage hat Fotograf Frank Martini aus Trier mit seiner Kamera in Bildern festgehalten. Nach gemeinsamen Urlauben in Namibia und Südafrika stand fest: Die nächste Reise geht nach Botswana – inklusive After Wedding Shooting.

EIN SHOOTING NACH DER HOCHZEIT?

Ein After Wedding Shooting ist für Frank Martini nichts Neues. „Viele Brautpaare entscheiden sich dafür, Hochzeitsfotos nach der eigentlichen Hochzeit schießen zu lassen. Das lässt manch‘ einen den großen Tag entspannter angehen.“ Denn nicht immer sind die zeitlichen Abläufe der Trauung in Standesamt und Kirche sowie etwa die Vorgaben des Veranstaltungsorts mit einem Shooting problemlos vereinbar. Beispielsweise wenn größere Strecken zurückgelegt werden müssen oder wenn es einen straffen Menüplan gibt. Außerdem könne man bei einem After Wedding Shooting schwierig erreichbare Locations anfahren – oder wie bei Simone und Bernhard sogar anfliegen.

„Dann ist es auch nicht mehr so schlimm, wenn das weiße Kleid ein wenig schmutzig wird“, weiß Frank Martini, der rund 30 Brautpaare im Jahr ablichtet. Hochzeitsreportagen im Ausland sind für ihn kein Neuland. Mexiko, Thailand oder Spanien sind nur einige der Destinationen, in denen er bereits den schönsten Tag im Leben begleiten durfte. Doch nie zuvor war die Planung so knifflig…

 

 

MORGENS VIER UHR IN BOTSWANA

Für Simone und Bernhard war das After Wedding Shooting eine tolle Gelegenheit, um nach der bereits fünf Jahre zurückliegenden Hochzeit neue Fotos zu bekommen, dazu noch aus ihrem Traumland Botswana. Genauer gesagt aus dem grünen Herzen Afrikas – dem Okavangodelta. Dort warteten vier Tage ohne Strom und fließendes Wasser in der absoluten Wildnis auf die Truppe. Eine weitere Schwierigkeit, die gemeistert werden musste: In das Viersitzer- Flugzeug, das das Team ins Delta flog, durften nur sieben Kilogramm Gepäck geladen werden. Darunter die Fotoausrüstung, das Hochzeitsoutfit des Paars sowie Kleidung, um die einzigartige Tierwelt und Landschaft vor Ort zu erkunden.

Das Shooting hatte Frank für den dritten Tag im Camp geplant. So konnte man sich akklimatisieren und die Umgebung kennen lernen. Natürlich mit äußerster Vorsicht. Bereits bei der Ankunft im Delta wiesen die Guides auf Elefanten sowie Flusspferde hin, die Menschen gegenüber sehr aggressiv sind. Der Wecker klingelte also an Tag drei um vier Uhr morgens. Denn in Botswana ist der Sonnenaufgang sehr lange und zeitlich verschoben – perfekt für die Hochzeitsfotos. Der Sonnenuntergang hingegen ist sehr schnell vorbei. Um sich um diese Uhrzeit in der Dunkelheit für das Shooting zu stylen, half man sich mit Taschenlampen, was bereits ein kleines Abenteuer für alle war.

Wie während der gesamten Zeit im Camp begleiteten die Guides auch das After Wedding Shooting. Und zeigten dabei vollen Einsatz: Im Okavangodelta Botswanas ist es Brauch, dass die Buschmänner, also die Ureinwohner des südlichen Afrikas, Seerosen pflücken und diese den Braut-Paaren als Zeichen der Liebe umhängen. Umso herzlicher war es, dass die Guides diese Geste auch Simone und Bernhard entgegenbrachten. Diese „Hochzeit“ inmitten des Deltas war auch für die einheimischen Begleiter ein Novum. So kann

nicht nur das Paar dank des After Wedding Shootings auf eine unvergessliche Zeit in einer traumhaften Landschaft zurückblicken. Diese Impressionen möchten wir euch nicht vorenthalten.

 

Frank Martini fotografiert seit 2007. 2009 hat er sich unter anderem auf Hochzeiten spezialisiert.
Sein Credo: „Ich will Emotion. Ich will Witz. Ich will knisternde Spannung!
Und genauso fotografiere ich.“

Fotos: Frank Martini
Text: Frank Martini / Lisa Jäger