Hochzeits Knigge

Dress-Etikette

Am Tag der Hochzeit richtet sich alles nach der Braut und dem Bräutigam. Die Hochzeitsgesellschaft sollte in keinem Fall eleganter als das Brautpaar gekleidet sein. Für die Damen unter den Gästen gilt: Das Kleid sollte nicht komplett Weiß sein, bei Schwarz kommt es auf das Modell und den Stoff an – leichte, glänzende und strukturierte Stoffen wirken sehr feierlich. Die Männer dürfen ihr Jackett am Hochzeitstag erst dann ausziehen, wenn der Bräutigam seines abgelegt hat. Auch wenn es noch so warm ist!

Handy ausschalten oder lautlos stellen

Absolut fehl am Platz bei der Trauung und auch beim anschließenden Fest sind eingeschaltete Handys. Die Kirche und das Standesamt sind handyfreie Zonen. An der Hochzeitstafel sollte das Handy wie bei jeder Tischgesellschaft zumindest lautlos geschaltet werden.

Keine Hast am Buffet

Halten Sie sich lieber zurück, bevor Sie als Allererster zum Buffet rasen. Lautstarke Kritik an Essen, Service oder Umgebung ist unhöflich und unangebracht. Und denken Sie daran: Eine Hochzeit ist keine Freibierparty – Sie sollten nicht versuchen, sich die Kosten für Ihr Geschenk wieder „zurückzutrinken“.

Nicht verfrüht gehen

Grundsätzlich kann gefeiert werden, solange es dem Brautpaar Spaß macht – und wenn das der nächste Morgen ist. Allerdings sollte der Gast das Fest auf keinen Fall verlassen, bevor die Hochzeitstorte angeschnitten ist.

Spiele absprechen

Späße können leicht ins Auge gehen. Zuerst steigen Dutzende von herzförmigen Luftballons in den Himmel, später füllen Hunderte von ihnen das Schlafzimmer des Brautpaars aus: Ohne solche Aktionen und Scherze geht kaum eine Hochzeit über die Bühne. Wer sich als Gast an der Organisation der Festspäße beteiligen will, sollte allerdings nicht zu weit gehen. „Die Grenzlinie zwischen lustig und peinlich ist gefährlich dünn“, sagt Stilexpertin Inge Wolff. Wenn das Schlafzimmer des Paares nicht mit Luftballons gefüllt, sondern zugemauert wird, dann sei das nicht lustig, sondern „eine Zumutung“. Weitaus besser seien Aktionen, die mit einem Geschenk für Braut und Bräutigam verbunden sind. Auch Spiele, bei denen sich die Gäste besser kennen lernen, kommen laut Wolff meist gut an. Wer etwas vorbereitet, sollte sich bei den Leuten kundig machen, die die Feier organisieren. Sonst kann es zu Dopplungen kommen. Legt das Paar keinen Wert auf ein buntes Programm, sollten die Gäste das akzeptieren. Die Brautleute müssen sich in diesem Fall keineswegs als Spielverderber fühlen: „Gastgeber haben immer das Recht, den Stil ihrer Veranstaltung zu bestimmen.“